Techniquette

Wir leben in einer immer mehr technologisch orientierten Welt. Fast alle technischen Geräte, wie z. B. Computer, Smartphones, Tablets, E-Books, sind mittlerweile untereinander vernetzt und es werden sich in den kommenden Jahren immer schneller neue Möglichkeiten auftun, unser Leben von Geräten vereinfachen zu lassen.

 

Diese Entwicklung ist positiv. Aber wie alles, wovon wir zuviel haben, kann auch dieses „Zuviel“ negative Auswirkungen haben.

 

Diese Vereinfachung kostet uns nämlich etwas. Dieser Preis heißt Abhängigkeit von etwas von Außen und permanente Ablenkung.

Ich gebe zu, wenn einem so richtig langweilig ist, dann sind diese Geräte Gold wert. Aber viele können nicht mehr ohne und das finde ich bedenklich.

 

Denkst Du z. B. bei einem Event, wie du es am besten fotografieren kannst damit es bei Facebook cool rüber kommt? Oder bist Du auch einer von denen, die Konzertmitschnitte mit dem Handy macht? Schon mal aufgefallen, dass Du den Moment nicht genießt? Dass du Sekunden Deines Lebens hast an Dir vorbei rauschen lassen, ohne Aufmerksam zu sein für Deine Umwelt?

So lange Dir das bewusst ist, kann es nicht so schlimm sein.

 

Warum können wir nicht einfach unser Handy ausschalten? Warum können wir nicht NICHT erreichbar sein? Sind wir so wichtig? Hängt das Leben von anderen Menschen davon ab, dass sie uns 24/7 erreichen können? Das mag bei Feuerwehrmännern und Ärzten der Fall sein, aber wir anderen?

 

Ich rede hier nur von der extremen Nutzung dieser Geräte.

Viele können nicht mit diesen neuen Kommunikationswegen umgehen und lassen sich von ihrem echten Leben ablenken.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich denke, das Internet und die sozialen Foren sind sehr wichtig, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Ich bin dankbar dafür, über diese Internetseite mit euch Kontakt aufnehmen zu können.

 

Wir müssen nur lernen, damit um zu gehen und einen Ausgleich zu schaffen. Zu wissen, wann diejenigen, die gerade nicht bei uns sind, auch abgemeldet sind und warten müssen, weil der jetzige Moment gelebt werden will.

 

Es geht um Respekt gegenüber Deiner Umwelt

 

 „Eyes-on-screen makes ears not keen!“

 

Sich eine gewisse Techniquette an zu eignen, ist deshalb nicht verkehrt. 

 

Hier ein paar Vorschläge:

 

  • Setze Dir eigene Regeln, wann und wo Du Dein Handy an lässt. Mache es z. B. zur Gewohnheit, das Telefon aus zu schalten oder in ein anderes Zimmer zu legen, während Du isst oder wenn Du Dich mit Freunden triffst.

  • Zelebriere den persönlichen Kontakt mit Menschen. Statt eine SMS zu schicken, kannst Du Deinen Kontakt anrufen. Er/sie wird sich freuen. Oder schreibe einen Brief statt eine E-Mail. Vielleicht sogar so richtig old school: handschriftlich? Zeige Deinen Mitmenschen, was sie Dir wert sind. Du kriegst es zurück.

  • Wenn Du das Gefühl hast, dass es Dir nach dem Besuch von Facebook etc. schlecht geht, dann gewöhne Dir an, in schwierigen Zeiten so wenig wie möglich diese Art von Foren zu besuchen. Sollte es Dir Kraft geben, dann machst Du natürlich das Gegenteil. Habe dann aber keine Erwartungen an die anderen User. So wenige Erwartungen wie möglich zu haben, ist eh eine goldene Lebensregel.

  • Im Schlafzimmer haben elektronische Geräte nichts zu suchen. Das sagt nicht nur das Feng Shui, sondern auch der gesunde Menschenverstand. Ich werde jetzt nichts über elektronische Strahlung sagen (don’t get me started on that one!). Wenn man mit jemandem das Bett teilt (und sei es nur für eine Nacht), dann teilt man es mit dieser Person und nicht mit seinen 350 FB-Anhängern oder seinen WhatsApp-Kontakten. Ansonsten darf man bald nur mit den zuletzt genannten sein Bett teilen. Viel Spaß dabei!

 

Hat noch jemand Vorschläge?

Isabella Rose

isabella(at)heildenken.de

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