Blog

Im Spätsommer 2013 platzte überraschenderweise mein „warmgefurzte Komfortblase“.  Plötzlich war ich Single-Mom mit zwei wundervollen Kindern. Nach dem ersten Schock und das Einrichten eines geregelten Alltags und eines freundlichen Umgangs mit meinem Ex-Mann stand ich nun vor ein paar großen Fragen: Wer bin ich? Was mag ich? Was will ich?

Jahrelang habe ich meine Kinder und meine Beziehung an erster Stelle gesetzt und meine eigenen Wünsche einfach vergessen. Und das war auch vollkommen in Ordnung so. Aber jetzt, da meine Kinder aus dem Gröbsten raus sind und ich plötzlich Zeit für mich selbst habe, will ich herausfinden, was mich glücklich macht.

 

Denn es geht um den Moment. Wir haben nur diesen Augenblick.

Bei meinem Streben nach Sicherheit (mein Mann/mein Haus/mein Auto) habe ich mir mein eigenes Gefängnis gebaut. Sicherheit ist ein Trugbild. Ich will raus aus der Sicherheit. Ich will das Leben spüren! Nur ich kann mir selber Glück schenken.

 

Der Blog ist eingeteilt in verschiedene Lebensphasen. 

Er beginnt mit der Zeit nach meiner Trennung, genannt "Mein erstes Mal". Zu der Zeit hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag etwas Neues zu machen, erfahren, erleben oder denken. Am Ende des Tages bereuen wir nie das, was wir getan haben, sondern das, was wir nicht getan haben.

Als ich dann in eine gefestigtere Phase eintrat, schrieb ich die Einträge zu "Reset", da ich anfing, alles neu auf zu bauen, was zerstört worden war.

Mittlerweile bin ich angekommen und die letzten Beiträge tragen nun den Namen "Ankunft". Es sind keine großen neuen Erlebnisse mehr, sondern vielmehr Gedanken, die mich bewegen und mich dazu bringen, ein ausgeglichenerer Mensch zu sein, der mit sich selber Frieden schließt.

 

 

Viel Spaß dabei, mich auf meiner Reise zu begleiten.

Sa

19

Mai

2018

Das Leben ist das Ziel

Neulich war ich auf der ChisaiiCon in Hamburg. (https://www.chisaiicon.de/) Dieses Erlebnis hat mir einen Denkanstoß gegeben. Ich hatte mir große Mühe gegeben, mich in meinen absoluten Lieblingsdarsteller, Kisuke Urahara aus dem Anime „Bleach“, zu verwandeln. Es war eine tolle Erfahrung. Menschen kamen zu mir und freuten sich, dass es mich gab und umarmten mich. Nicht, dass ich es nicht gewohnt bin, dass sich Menschen freuen, mich zu sehen, aber Fremde? Das ist schon was anderes.

Es erinnerte mich sehr an meine Zeit als ich als Sängerin mit der Gruppe Graceland auf Tour war und im ZDF Fernsehgarten auftrat. Da kamen auch wildfremde Menschen auf mich zu und wollten Autogramme oder ein Foto. Ich habe das nie verstanden. Die kannten mich doch gar nicht? Was haben sie in mir gesehen?

 

Wer bin ich? Mein ganzes Leben lang habe ich versucht, alles perfekt zu machen. Was auch immer ich angefangen habe, ich wollte darin die Beste sein. War es meine Ausbildung, meine Karriere als perfekte Assistentin oder die Über-Mutter, die mit ihren Superkräften den vorbildlichen Haushalt führt. Es war für mich immer eine Rolle, die ich gespielt habe. Die Hauptrolle in wechselnden Theaterstücken.

Ich wusste nicht, wer ich wirklich war und hatte Angst, ich wäre hinter all diesen Masken ein nichts. Ein niemand.

Als ich mich dieses Mal BEWUSST in jemanden verwandelt habe, wurde mir klar: Ich bin alles und nichts. In allen Masken steckte Isabella und trotzdem werde ich nie wissen, wer sie ist. Die Maske hätte nicht existieren können, wenn ich sie nicht kreiert hätte. Die Rolle wäre nicht gespielt worden, wenn ich sie nicht gespielt hätte.

Also habe ich aufgehört, mich selber definieren zu wollen. Das würde eh nur bedeuten, dass ich mir selber Grenzen setze und mich meiner Verantwortung entziehe, ich könnte etwas nicht ändern oder erreichen. Aber ich bin unendlich.

 

Jetzt freue ich mich auf mein nächstes Stück. Das wird bestimmt eine großartige Rolle!

Und in jedem Augenblick kann ich die Handlung des Stückes ändern. Ich werde weiterhin den Charakter verfeinern, der sich für die Freude entscheidet und Liebe und Mitgefühl verbreitet. Das Leben ist das Ziel.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Do

10

Mai

2018

Was sind Deine Tugenden?

Frage: Wie viele Tugenden kannst Du auf der Stelle aufzählen?

Ich wette, es geht Dir genau so wie der Mehrheit der Mensch: Wir können mehr und schneller Marken von Produkten runterrattern, als dass uns Tugenden einfallen.

 

Zunächst müssen wir uns daran erinnern, was eine Tugend überhaupt ist. Bei Wikipedia steht folgende Beschreibung:

„Das Wort Tugend (...) ist abgeleitet von taugen; die ursprüngliche Grundbedeutung ist die Tauglichkeit (Tüchtigkeit, Vorzüglichkeit) einer Person. Allgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. Im weitesten Sinne kann jede Fähigkeit zu einem Handeln, das als wertvoll betrachtet wird, als Tugend bezeichnet werden. In der Ethik bezeichnet der Begriff eine als wichtig und erstrebenswert geltende Charaktereigenschaft, die eine Person befähigt, das sittlich Gute zu verwirklichen.“

 

Tugenden zu haben, klingt total altmodisch, dabei dienen sie hervorragend dazu, ein erfülltes Leben zu leben. Denn wenn tugendhaft leben willst, musst Du auch so handeln. Oftmals handeln wir reflexartig. So, wie wir es beigebracht bekommen haben. Danach fühlen wir uns aber nicht zufrieden. Irgendwas stimmt nicht. Weil wir so gehandelt haben, wie andere Menschen es für richtig empfinden. Wir tragen eine Fackel weiter, die wir gar nicht tragen wollen. Wenn wir allerdings eine Tugend, wie z. B. Wahrheit, als Fackel tragen wollen, dann müssen wir sie leben.

 

Manchmal ist es gar nicht so einfach. Wenn man z. B. eine Schramme in ein Auto fährt und mit Leichtigkeit Fahrerflucht begehen könnte oder eine Einladung ablehnt, weil man einfach keine Lust hat und man sich eigentlich eine Ausrede ausdenken könnte. All dies sind die kleinen feinen Gelegenheiten, sich selber treu zu bleiben.

 

Natürlich kommen wir hierbei wieder automatisch auf das Thema Notlügen, um Menschen nicht zu verletzen. Da kann ich nur eins zu sagen und hier spreche ich aus Erfahrung: Menschen merken unter sich, wenn jemand etwas wirklich ehrlich meint und es nicht aus Boshaftigkeit macht. Man muss seinem Gegenüber auch zutrauen, dass er Ehrlichkeit aushält. Wenn nicht, muss diese Person selber bei sich spiegeln, warum sie Ehrlichkeit nicht erträgt und lernen, damit um zu gehen. Oder halt auch nicht, dann muss man selber mit den Konsequenzen leben.

Aber ich fühle mich tausendmal besser, wenn ich zu mir und anderen ehrlich bin, als wenn ich mich verstellen muss. Dann müsste ich eine Lüge leben. Die Spirale der Lüge beginnt schon, wie oben beschrieben, in kleinen Dingen.

 

Also warte nicht länger: Definiere Deine für Dich wichtigen Tugenden und teste mal, sie zu leben. Zünde Deine eigene Fackel, die Du an die nächste Generation weitergeben möchtest. Viel Erfolg dabei!

0 Kommentare

So

04

Mär

2018

Beim Vortrag von Arjuna Ardagh

Letzte Woche war ich bei einem Vortrag von Arjuna Ardagh (http://arjunaardagh.com/

Awakening Coach und Autor) in Hamburg. Er stellte sein Buch „Radikale Brillanz“ vor und das darin beschriebene System. Ich möchte es hier nicht erklären. Wer neugierig ist und zu dem die Informationen kommen sollen, kann sich gerne folgende Links anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=U4BQnOBpOm8

https://www.facebook.com/veitlindau/videos/1609363005824516/

 

Ich möchte hier nur kurz mein Erlebnis wiedergeben. Es waren sehr lustige und erkenntnisreiche zwei Stunden. Arjuna ist ein positiver, respektvoller und dankbarer Mensch und strahlt sehr viel Liebe aus.

Er erklärte den immer wiederkehrenden Rhythmus seiner vier Pfeile mit vielen gut verständlichen Beispielen. Erklärte, wo und wie wir Menschen hängen bleiben. Welche Fehler wir oft begehen. Am Ende gab es eine Fragenrunde und es kam zu einem schönen Austausch zwischen ihm und sein Publikum.

 

Jeder hat in diesen zwei Stunden etwas anderes mitgenommen. Ich habe für mich zwei Dinge mitgenommen.

  1. Es war erfrischend, dass jemand, der im „Transformational Leadership Council“ sitzt, klar ausspricht, dass es keine spirituelle Erleuchtung für den spirituell Suchenden geben wird, die ihn von Heute auf Morgen alle seine Probleme verschwinden lässt.
  2. Das Prinzip seiner „Radikalen Brillanz“ basiert meines Erachtens auf dem des Ying und Yang. Der Natur, der Welt der Form, der Gegensätze. Wo Dunkelheit ist, ist auch Helligkeit. Eigentlich ein einfaches und logisches Prinzip, aber trotzdem akzeptieren wir oft die Dunkelheit nicht, wollen am liebsten nur in der Helligkeit verweilen. Aber sich gegen den Fluss des Lebens zu wehren bedeutet Stillstand.

 

Mein Tipp an mich selbst: Gehe durch alles hindurch. Tauche ein in die Wellen und tauche wieder auf und Du wirst sehen, dass Du nie in einem Zustand verweilen wirst. So kommst Du leichter durchs Leben.

0 Kommentare

So

04

Feb

2018

Offener Brief an mich selbst - Wissen

Liebe Isabella,

 

es macht Spaß, sich Wissen an zu eignen. Es erfüllt Dich mit Freude, neue Menschen kennen zu lernen, die so vieles wissen, was Du noch nicht weißt. Ihnen zu lauschen, wenn sie Dich an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen, ist wie süßer Nektar für Deinen Geist. Er beflügelt Dich und gibt Dir Kraft.

 

Nur bitte verliere Dich nicht in den äußerlichen Botschaften. Verliere Dich nicht in dem Glauben, Du müsstest Dir auch all dieses Wissen aneignen. Denn Wissen ist unendlich. Wir alle wissen unterschiedlich. Deshalb richte Dein Leben nach Dir selber aus. Verliere Dich nicht in Ausbildungen, Workshops, Vorträge etc. Denn wenn Du Dir nur „altes Wissen“ aneignest, wird sich im Grunde genommen nichts ändern.

 

Die wahre Erkenntnis kommt nur aus Dir selbst.

Also nimm Dir bitte mindestens genau so viel Zeit, Dir selber zu zu hören, wie Du Dir nimmst, anderen zu zu hören. Vielleicht sogar noch mehr. Denn Du selbst bist Dein Universum und Deine innere Stimme wirst Du nie hören, wenn Du immer nur anderen zuhörst. Und Deine innere Stimme ist unfassbar klug.

 

Viel Erfolg!

 

In Liebe

Deine Isabella

0 Kommentare

Isabella Rose

isabella(at)heildenken.de

if you are looking for a sign - this is it!
BRIGITTE MOM BLOGS