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Im Spätsommer 2013 platzte überraschenderweise mein „warmgefurzte Komfortblase“.  Plötzlich war ich Single-Mom mit zwei wundervollen Kindern. Nach dem ersten Schock und das Einrichten eines geregelten Alltags und eines freundlichen Umgangs mit meinem Ex-Mann stand ich nun vor ein paar großen Fragen: Wer bin ich? Was mag ich? Was will ich?

Jahrelang habe ich meine Kinder und meine Beziehung an erster Stelle gesetzt und meine eigenen Wünsche einfach vergessen. Und das war auch vollkommen in Ordnung so. Aber jetzt, da meine Kinder aus dem Gröbsten raus sind und ich plötzlich Zeit für mich selbst habe, will ich herausfinden, was mich glücklich macht.

 

Denn es geht um den Moment. Wir haben nur diesen Augenblick.

Bei meinem Streben nach Sicherheit (mein Mann/mein Haus/mein Auto) habe ich mir mein eigenes Gefängnis gebaut. Sicherheit ist ein Trugbild. Ich will raus aus der Sicherheit. Ich will das Leben spüren! Nur ich kann mir selber Glück schenken.

 

Der Blog ist eingeteilt in verschiedene Lebensphasen. 

Er beginnt mit der Zeit nach meiner Trennung, genannt "Mein erstes Mal". Zu der Zeit hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag etwas Neues zu machen, erfahren, erleben oder denken. Am Ende des Tages bereuen wir nie das, was wir getan haben, sondern das, was wir nicht getan haben.

Als ich dann in eine gefestigtere Phase eintrat, schrieb ich die Einträge zu "Reset", da ich anfing, alles neu auf zu bauen, was zerstört worden war.

Mittlerweile bin ich angekommen und die letzten Beiträge tragen nun den Namen "Ankunft". Es sind keine großen neuen Erlebnisse mehr, sondern vielmehr Gedanken, die mich bewegen und mich dazu bringen, ein ausgeglichenerer Mensch zu sein, der mit sich selber Frieden schließt.

 

 

Viel Spaß dabei, mich auf meiner Reise zu begleiten.

Mo

03

Jul

2017

Der Engel an Deiner Seite

Sa

07

Jan

2017

Die Rollen, die wir freiwillig spielen

 

Wir werden als unbeschriebenes und völlig wertungsfreies Wesen geboren. Während wir aufwachsen, entstehen unweigerlich Situationen, in denen wir reagieren müssen. Wir machen uns, wie Pippi Langstrumpf, „die Welt, wie sie uns gefällt“. Einige lauter und kraftvoller als andere. Einige passiver und leiser als andere. Andere wiederum wählen einen Mittelweg. Würden wir in einer wertungsfreien Gesellschaft leben, wäre der Text an dieser Stelle zu ende.

 

Allerdings sind wir von einer wertungsfreien Gesellschaft noch meilenweit entfernt. So viele Verhaltensregeln, Normen und Schablonen, wie wir sie heute anwenden, gab es in unserer Geschichte bestimmt noch nie. Nennen wir als eines der Beispiele einfach mal „den Knigge“. Was für Emotionen ruft es bei Dir, lieber Leser/liebe Leserin hervor, wenn Du an dieses Werk denkst?

 

Entschuldigung, ich komme mal wieder vom Thema ab. Zurück zu der im Augenblick gelebten Reaktion des Kindes. Befindet es sich in einer Umgebung, die in dem Moment die Reaktion ausdrucksstark als negativ bewertet und die Bewertung persönlich adressiert ist, wird es verunsichert und fängt an, an sich selbst zu zweifeln. Eventuell passiert eine ähnliche Situation ein weiteres Mal und die gleiche Wertung wird von der Umgebung ausgesprochen „Du bist...“. Nehmen wir als Beispiel „Du bist ein böses Kind“. Schon wurde dem Kind erzählt, wie es ist und es fängt an, daran zu glauben. Plötzlich hat das Kind eine Entschuldigung dafür, was es tut. Es ist doch böse. Die Umgebung hat es schon bewertet und somit lebt es sich sehr einfach und bequem. Es wird regelrecht von der Umgebung erwartet, dass man Böses tut.

 

Dies sind nur Rollen, die wir dann unser Leben lang weiter spielen, weil wir sie übergestülpt bekommen haben. Aber glücklich, wer dies erkennt!

 

Der erste Schritt aus diesem Schauspiel ist, zu erkennen, wann man etwas tut, was man eigentlich nur tut, weil es eine Gewohnheit geworden ist und weil man es nicht anders kennt. In dem Moment innerlich inne zu halten und zu Reflektieren ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Zudem kann man, als „Umgebung“, anfangen, wertungsfreier zu leben. D. h. wenn Menschen sich nicht so verhalten, wie man es sich wünscht, nicht gleich „Du bist“-Botschaften senden, sondern positive Ermunterungen aussprechen. Z. B. den Spiegel vor halten und fragen, ob man diese Situation gerne anders gelöst hätte oder die positiven Seiten der Person hervorheben und sie loben. Einfach mal überlegen, was würde ich gerne in so einer Situation hören? Vielleicht weiß die Person nicht, dass sie jemanden verletzt hat? Vielleicht versteht sie es nicht? Hilfe anbieten. Helfe und Dir wird geholfen.

Und vor allen Dingen alle Situationen als Geschenk betrachten, weil sie einem die Möglichkeit bieten, daran zu wachsen und die Entscheidungsfreiheit zu nutzen, die uns das Leben bietet.

 

In diesem Sinne: Viel Spaß bei der Lösung von alten Rollen und ein glückliches und fröhliches neues Jahr!

So

25

Sep

2016

Liebe

Sa

06

Feb

2016

Das "ICH" im "WIR"

Mit zunehmender Bewusstwerdung treten auch mal Konfliktsituationen ein. Die Botschaft „Tue das, was Du liebst und sage, was Du Dir wünscht“ klingt einfach. Ist sie auch. Dabei entstehen allerdings zwei Fragen:

 

1. Was, wenn man immer noch in alten Denkmustern fest steckt und durch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit, sich seine Realität beim Berücksichtigen der Botschaft ins Negative zieht? Was, wenn man seinen Wunsch formuliert und der andere respektiert ihn, man aber trotzdem denkt, der andere wünscht sich dies eigentlich nicht und ist traurig. Dies liegt also nur in der eigenen Denkweise. Du kannst nicht wissen, was der andere denkt. Somit ist Deine eigene Schlussfolgerung (durch die meistens Frust entsteht) hinfällig. Was kannst Du also tun?

Betrachte Dein Gegenüber als ein leeres Gefäß. Projiziere Deine Vorstellung nicht in den anderen. Vertraue darauf, dass Dein Gegenüber daraufhin auch ehrlich sagt, was er/sie denkt und was er/sie wünscht. Somit gibst Du nicht nur Deinem Gegenüber die Chance, nach zu fühlen, was er sich wünscht und dies zu äußern sondern löst Dich als Bonus auch noch automatisch von alten Denkmustern.

 

2.  Das Ego. Sämtliche Esoterikbücher beten uns vor, wir sollen uns von unserem Ego befreien. Das klingt wundervoll. Aber wenn wir uns von unserem Ego befreit haben, dann dürften wir doch eigentlich nichts mehr „wollen“ würden. Sind Wünsche nicht ein Produkt des Egos? Wenn wir uns vom Ego befreit haben, sind wir wie fließendes Wasser. Wenn ein Stein im Flussbett liegt, sucht sich das Wasser einen anderen Weg. Wir sind „das Fähnchen im Winde“. Somit wird der ganze Satz „Tue das, was Du liebst und sage, was Du Dir wünscht“ hinfällig. Für alle, die diesen erleuchteten Zustand noch nicht erreicht haben, gibt es doch Hilfe:

Wenn Du das tust, was Du willst, sei Aufmerksam. Sei bereit, Deinen (egoistischen) Wunsch auch mal beiseite zu stellen, um jemand anderem Freude zu schenken. Das Lösen von Deinem eigenen Wunsch und trotzdem zufrieden sein, bietet Dir einen enormen geistigen Entwicklungsschritt. Wenn Du aber nur das tust, was Du willst, wirst Du eventuell sehr viel alleine sein. Wenn es gewollt wäre, dass wir auf der Erde alleine sind, dann gäbe es nicht so viele von uns. Wie bei allen Dingen im Leben geht es hier um das gesunde Mittelmaß. Wir sind alle nur ein Teil des Großen, dürfen aber nicht vergessen, dass wir ein eigenständiges Teil sind. Das „ICH“ im „WIR“.

 

 

 

3 Kommentare

Sa

07

Nov

2015

Ziele

Wer meinen Blog verfolgt hat, weiß, dass ich ein ganz neues Leben angefangen habe. Deshalb habe ich ihn „Reset“ genannt. Mittlerweile stehe ich nicht mehr so sehr am Anfang meines neuen Kapitels. Es haben sich sehr viele Dinge getan. Ich kann mich glücklich schätzen, denn ich habe nicht nur wundervolle Kinder, einen tollen Job und ein gemütliches Dach über dem Kopf, sondern nun auch einen wundervollen Mann an meiner Seite.

Als Gewohnheitstier würde Mensch jetzt wieder in die alten Muster verfallen, aber darin sehe ich keine Entwicklung. Jetzt geht der interessante Teil erst richtig los. Die Entwicklung meines Selbst innerhalb einer Beziehung.

 

Jetzt, wo ich alles habe, wonach sollte mir dürsten? Wünschen möchte ich mir nichts mehr. Wenn wir uns was wünschen, machen wir unser Glück davon abhängig. Das heißt, wir sind nicht im Hier und Jetzt und erst glücklich, wenn der Wunsch erfüllt ist. Wenn der Wunsch dann erfüllt ist, dann suchen wir uns einen neuen Wunsch und sagen „erst, wenn der erfüllt ist, werde ich glücklich sein“. Somit hangeln wir uns von Wunsch zu Wunsch und sind niemals zufrieden und glücklich.

 

Ein Freund von mir hat einige Freunde, die unglaublich reich sind. Millionäre. Er meinte, fast alle wären von ihrem Leben gelangweilt und würden deshalb ihren Frust mit Drogen und/oder extremen Spielchen betäuben. Er kannte nur einen, der glücklich war. Derjenige hatte sich zum Ziel gesetzt, ein bekannter Künstler zu werden. Ohne sein Geld und seine Beziehungen ein zu setzen. Er malte unglaublich gerne und wurde immer besser.

 

Jetzt könnte man vielleicht sagen „aber Wunsch und Ziel ist doch dasselbe?“. Wenn es das wäre, würde man nicht zwei verschiedene Worte dafür benutzen. Um den Unterschied zu verstehen, kannst Du zwei Sätze laut aussprechen. Definiere für Dich selber, wofür XY bei Dir steht und lasse Dir nach jedem Satz kurz Zeit, um nach zu spüren, was dieser Satz in Dir auslöst:

 

„Ich wünsche mir XY“

 

„Mein Ziel ist XY“

 

An dieser Stelle schreibe ich nicht weiter, da ihr schon die Antwort gefunden habt.

 

Und was ist mein Ziel? Mein Ziel ist es, im Augenblick zu sein.

 

Um dem ganzen noch die Krone auf zu setzen, definiere ich mich schon am Ziel meiner Reise. Ich bin im Augenblick.

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Isabella Rose

isabella(at)heildenken.de

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